15/01/2026 0 Kommentare
Die Orgel in der Kirche St. Josef in Ilmenau
Die Orgel in der Kirche St. Josef in Ilmenau
# Orgel

Die Orgel in der Kirche St. Josef in Ilmenau
Geschichtliches zur Entstehung der Schönefeld-Orgel in derKirche St. Josef in Ilmenau
1969
Die Orgel der Katholischen Gemeinde St. Josef wurde im Jahr 1969 für die damals bestehende Kapelle im Pfarrhaus zu Ilmenau in der Unterpörlitzer Straße 15 mit 7 Registern von der Orgelbaufirma Schönefeld (Inhaber: Karl-Heinz Schönefeld) aus Stadtilm/Thür. erbaut. Sie besaß Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur sowie 7 Register verteilt auf Manual und Pedal. Alfons Urban fertigte die Prospektgestaltung.

Disposition:
Manual (C-g3):
1. Holzgedackt 8'
2. Prinzipal 4' (Prospekt)
3. Koppelflöte 4'
4 . Oktave 2'
5. Mixtur 1' 3fach
(im Manual geteilte Schleifen bei h/c1)
Pedal (C-f1):
6. Subbaß 16'
7 . Nachthorn 4'
Koppel: Manual/ Pedal
Mechanische Spiel- und Registertraktur
Erbauer: Karl-Heinz Schönefeld
1983
Mit dem Neubau der Kirche im Jahr 1983 wurde die vorhandene Orgel in die neue Kirche umgesetzt und umgebaut.Auch dieses Mal war die Orgelbaufirma Schönefeld (Stadtilm) mit den Aufgaben beauftragt. Die Orgel erhielt ein neues Gehäuse mit neuem Spieltisch.
Durch das neue Gehäuse machte sich der Neubau des Registers Prinzipal 4' und der sieben größten Pfeifen der Oktave 2' (Prospekt) erforderlich. Die Mixtur wurde ab c1 um einen vierten Chor erweitert. Auch wurde im Pedal ein weiteres Register hinzugefügt sowie die Pedalwindlade mit 3 Registern neu gebaut.
Die Orgel besaß Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur sowie nun 8 Register verteilt auf Manual und Pedal. Alfons Urban war auch hier für die Prospektgestaltung verantwortlich, in Absprache mit Wolfgang Lukassek, dem Architekten der Kirche.
Am 6. November 1983 weihte Bischof Dr. Joachim Wanke die Kirche und die Orgel. In der Festwoche zur Orgelweihe spielten u.a. KMD Gottfried Preller (Arnstadt) sowie KMD KarlJonkisch (Görlitz) geistliche Orgelkonzerte.

Disposition:
Manual (C-g3):
1. Holzgedackt 8'
2. Prinzipal 4'
3. Koppelflöte 4'
4 . Oktave 2'
5. Mixtur 3-4fach
Pedal (C-f1):
6. Subbaß 16'
7 . Baßflöte 8'
8. Posaune 8'
Koppel: Manual/ Pedal (als Fußtritt)
Mechanische Spiel- und Registertraktur
Erbauer: Karl-Heinz Schönefeld
Die heutige Orgel (2015)
Im Jahr 2013 wurde bei einem gemeinsamen Gespräch zwischen der Gemeinde, dem Orgelsachverständigen Herrn KMD Silvius von Kessel (Domorganist Erfurt) und der Orgelbaufirma Schönefeld verschiedene Varianten durchgesprochen, wieGeneralreparatur, Umbau bis hin zur Neugestaltung des Orgelprospektes.
Die Gemeinde entschloss sich für eine Generalreparatur und Erweiterung der Orgel durchdie Orgelbaufirma Schönefeld (Inhaber: Dirk Schönefeld).
Die Orgel erhält 14 klingende Register, welche auf 2 Manuale und Pedal verteilt werden. Durch die Erweiterung der Orgel um ein weiteres Manual (Solowerk) konnte das liturgische Spiel verbessert sowie eine vielfältig konzertane Nutzung der Orgel ermöglicht werden. Das vorhandene Orgelprospekt wurde übernommen und aufgearbeitet. Die Seitenteile und das vordere Untergehäuse entsprechend neu angepasst.
Am 08. Juli 2015 erfolgte durch den Orgelsachverständigen KMD Silvius von Kessel die Orgelabnahme.
Heutige Disposition (Neubau kursiv):
I. Manual – Hauptwerk (C-g3):
1. Salizional 8'
2. Holzgedackt 8'
3. Prinzipal 4'
4. Koppelflöte 4'
5. Oktave 2'
6. Mixtur 3-4 fach
II. Manual – Solowerk (C-g3):
8. Flauto 8'
9. Gedacktflöte 4'
10. Nasat 2 2/3'
11. Waldflöte 2'
12. Terz 1 3/5'
Pedal (C-f1):
7. Subbass 16'
13. Bassflöte 8'
14. Trompete 8'
Koppeln: Manualkoppel II/I, Pedalkoppeln I/P und II/P (mechanisch)
Traktur: mechanische Schleiflade
Erbauer: Dirk Schönefeld

Verfasser: Konrad Schäfer
(Stand: 30.04.2020)
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